Hier steht, worauf die Antworten auf diesen Seiten beruhen, wie daraus ein Test wird und an welchen Stellen auch die Fachliteratur nicht weiterweiß.
Zu einem Teil der Themen, die wir abdecken, gibt es eine tierärztliche Leitlinie. Erarbeitet von der American Association of Feline Practitioners, der International Society of Feline Medicine und deren Fachabteilung iCatCare, veröffentlicht im Journal of Feline Medicine and Surgery. Sieben dieser Leitlinien haben wir ausgewertet.
Eine Leitlinie beantwortet nicht jede Frage. Wo sie offenbleibt, gehen wir an die einzelnen Untersuchungen. Zusammen mit den Leitlinien sind das 72 Arbeiten, die wir im Volltext gelesen haben. Sie stehen vollständig unten auf dieser Seite.
| Test | Grundlage |
|---|---|
| Pinkelt in die Wohnung | Leitlinien zu Unsauberkeit (2014), zu Umweltbedürfnissen (2013) und zu Harnwegserkrankungen (2025), dazu vier Einzelarbeiten |
| Kratzt an Möbeln | Keine eigene Leitlinie; herangezogen: neun Arbeiten, darunter zwei Übersichten, zwei Wahlversuche und ein Versuch mit Scheinbehandlung |
| Weckt dich nachts | Keine eigene Leitlinie; herangezogen: die Leitlinie zu älteren Katzen (2021), dazu Messungen zum Tagesrhythmus, eine Fütterungsstudie und Arbeiten zu Alterserkrankungen |
| Zweite Katze, ja oder nein | Leitlinie zu Spannungen zwischen Katzen (2024), dazu Arbeiten zu Zweikatzenhaushalten und zum Verlust eines Artgenossen |
| Eine zweite Katze zieht ein | Leitlinie zu Spannungen zwischen Katzen (2024), dazu Arbeiten zu Zweikatzenhaushalten und zum Einzug |
| Vertragen sich nicht | Leitlinie zu Spannungen zwischen Katzen (2024), dazu Arbeiten zu Konflikt- und Nähezeichen in Mehrkatzenhaushalten |
| Übergewicht | Keine eigene Leitlinie; herangezogen: acht Arbeiten zu Häufigkeit, Halterwahrnehmung und Abnehmverläufen, dazu die Leitlinie zu Harnwegserkrankungen (2025) für die Notfallfragen |
Geschrieben ist das alles für Tierärzte, auf Englisch, mit Fachvokabular in fast jedem Satz. Unsere Arbeit ist die Übersetzung. Wir lesen, was dort steht. Daraus entsteht ein Test, der deinen Fall einordnet.
Wir haben vorher festgelegt, welche Antwort für welche Ursache spricht und wie stark. Wer denselben Test zweimal mit denselben Angaben macht, bekommt zweimal dasselbe Ergebnis. Auch die Texte, die du am Ende liest, sind vorher geschrieben, jeder mit einer Bedingung, wann er erscheint, und mit der Quelle, auf die er sich stützt.
Eine KI hilft uns beim Formulieren, aber sie entscheidet nicht, was in deinem Ergebnis steht. Ein frei geschriebener Text kann überzeugend klingen und trotzdem danebenliegen. Bei uns lässt sich nachvollziehen, warum bei dir gerade das herauskam. War es falsch, lässt sich die Stelle finden und ändern.
Jede Frage zählt im Test unterschiedlich viel. Das steht fest, bevor sie jemand beantwortet. Woher das Gewicht kommt, ist von Frage zu Frage verschieden.
Am besten ist die Lage, wenn jemand gemessen hat, wie scharf eine Beobachtung zwei Ursachen trennt. Beim Pinkeln ist das so: Eine Befragung mit 245 Antworten hat für einzelne Zeichen bestimmt, wie zuverlässig sie Markieren von einem Problem mit dem Klo unterscheiden. Die Haltung trennt am schärfsten. Deshalb wiegt sie bei uns am schwersten, die Menge nur halb so viel. Wo solche Messungen fehlen, richtet sich das Gewicht danach, worauf sich die Fachgesellschaften einig sind.
Was medizinisch ist, wiegen wir nie gegen den Rest ab. Jeder Test fragt zuerst, ob etwas Körperliches dahinterstecken kann. Wenn ja, steht das ganz oben, unabhängig davon, was die übrigen Antworten ergeben. Dahinter steht eine Fall-Kontroll-Studie zu Katzen, die außerhalb des Klos urinieren: Auch bei einem Bild, das eindeutig nach Verhalten aussah, fand sich bei etwa vier von zehn ein medizinischer Befund, bei markierenden wie bei hockenden.
Und eine Grenze gehört dazu. Am Ende steht eine Einschätzung, welche Ursachengruppe am ehesten zutrifft, und was du als Erstes tun kannst. Eine Diagnose ist das nicht; die kann nur eine Untersuchung in der Tierarztpraxis stellen.
Ein Satz wie „bei 80 % hat sich etwas gebessert" wäre leicht zu schreiben, sagt aber wenig. Zwei Untersuchungen mit Scheinbehandlung zeigen, warum:
Auch ohne Wirkstoff berichteten also rund zwei von drei Haltern eine Besserung. Eine Erfolgsquote aus Selbstbeobachtung misst deshalb vor allem die Erwartung.
Das Gegenmittel ist ein Blatt Papier. Schreib auf, wie oft und an wie vielen Stellen es vor dem Anfang passiert ist; nach sechs Wochen kannst du vergleichen statt dich zu erinnern. Dafür gibt es den Protokollbogen, der über sechs Wochen läuft. Im Handbuch steht er ganz vorn.
Jede Empfehlung ist bei uns einer von drei Stufen zugeordnet, und die Stufe steht im Verb. Muss steht nur dort, wo es um einen Notfall oder um die Sicherheit von Mensch und Tier geht. Soll steht, wo eine Untersuchung die Sache gemessen hat. Sollte steht, wo die Fachgesellschaften sich einig sind. Kann steht, wo Erfahrung aus der Praxis dahintersteht. Ein durchgehend sicherer Ton würde besser klingen, träfe aber den Zustand des Fachgebiets nicht.
Es gibt eine Untersuchung dazu. Katzen bevorzugten in einem Wahlversuch eine Klo-Wanne von 86 mal 39 Zentimetern gegenüber kleineren. Und vierzehn Katzen, ein Jahr lang mit Bewegungsmessern begleitet, waren morgens zwischen fünf und sechs am aktivsten und nachts zwischen eins und drei am ruhigsten.
Die Fachgesellschaften empfehlen es einhellig, ohne dass eine Studie zur konkreten Zahl vorliegt. So etwa die Regel, einer einzelnen Katze zwei Klos an getrennten Orten anzubieten, das Klo alle ein bis zwei Wochen komplett auszuwaschen oder zwei Katzen über Wochen statt über Tage aneinander zu gewöhnen.
Fachleute raten dazu, gemessen hat es niemand. Wir nennen solche Empfehlungen trotzdem, wenn sie plausibel sind und niemandem schaden, und schreiben dazu, worauf sie beruhen. Ein Beispiel ist der Rat, eine gereinigte Stelle danach umzuwidmen, also einen Napf oder einen Schlafplatz dorthin zu stellen.
Als Etikett taucht die Stufe im Text nicht auf. Wo eine Untersuchung dahintersteht, sagt der Satz das; wo es die Einschätzung von Fachleuten ist, sagt er auch das. Der Quellenanhang des Handbuchs nennt jede Arbeit, ihre Größe und ihre Grenzen, und dort steht auch, an welchen Stellen die Fachliteratur selbst unsicher ist.
Die Leitlinie zu Unsauberkeit von 2014, erarbeitet von AAFP und ISFM, schreibt in ihrer eigenen Vorbemerkung, dass sie wissenschaftlich belegte Informationen einbezieht, wo es sie gibt, und dass ein Teil der Empfehlungen auf der klinischen Erfahrung der Autoren beruht, weil Forschung häufig fehlt.
Das trifft bei uns an mehreren Stellen zu. Bei Pheromonpräparaten gehen die Aussagen auseinander: Die Leitlinie zu Harnwegserkrankungen von 2025 berichtet von einer ersten kleinen Untersuchung ohne klares Ergebnis; die Leitlinie zu Spannungen zwischen Katzen von 2024 hält kontrollierte Untersuchungen für nötig, bevor die Wirkung als belegt gelten kann. Ein geprüftes Verfahren, mit dem man eine Katze schrittweise vom Sofa zurück aufs Klo bringt, gibt es nicht. Zum Kratzen gibt es überhaupt keine Leitlinie, sondern neun einzelne Arbeiten, die sich in Teilen widersprechen. Und wie lange eine Zusammenführung dauert, sagt keine Quelle. Angegeben sind Spannen von wenigen Wochen bis über ein Jahr.
Eine Erfolgsquote oder eine Dauer steht bei uns deshalb nur dort, wo eine Quelle sie trägt, auf catveo.de wie im bezahlten Material.
Wir bereiten veröffentlichte Studien und tierärztliche Leitlinien für Halter auf. Eine geschützte Berufsbezeichnung führen wir nicht und geben auch keine vor. Diagnosen kann nur eine tierärztliche Untersuchung stellen. Unsere Tests ordnen deine Angaben ein und geben dir eine Einschätzung, was bei euch am ehesten dahintersteckt und woran du als Erstes etwas ändern kannst.
Medikamente empfehlen wir keine, auch keine frei verkäuflichen. Ergänzungsfuttermittel ebenso wenig. Streu, Wannen und Reiniger beschreiben wir über ihre Eigenschaften statt über Markennamen. Wir verdienen an keiner Empfehlung mit. Auf catveo.de gibt es keine Affiliate-Links.
CatVeo finanziert sich über die Handbücher. Test und Ergebnis mit dem ersten Schritt bleiben kostenlos und ohne Anmeldung. Das Handbuch geht von diesem ersten Schritt aus weiter: Es sagt dir, in welcher Reihenfolge du vorgehst, bringt die Arbeitsblätter zum Ausdrucken mit und gibt dir einen Ausgangswert, den du später mit einer zweiten Messung vergleichst. Der Vergleich zeigt dir, was sich bei euch verändert hat.
Sieben Leitlinien und 65 Einzelarbeiten, jede im Volltext. Wo eine Zahl daraus in einen Text von uns eingeht, legen wir das Original daneben.
Leitlinien der Fachverbände
Pinkelt in die Wohnung
Weckt dich nachts
Kratzt an Möbeln
Zweite Katze und Zusammenführung
Einzug und Eingewöhnung
Ab etwa zehn Jahren
Zähne und Maul
Gewicht
Der Weg in die Tierarztpraxis
Freigang und Lebenserwartung
Seit dem 15. September 2026 haben sich diese Angaben geändert:
Wenn wir Fragen, Gewichtungen oder Empfehlungen ändern, erhöhen wir die Fassungsnummer und schreiben hier, was sich geändert hat. Und wenn du einen Fehler findest, sag uns Bescheid. Wir korrigieren ihn und schreiben dazu, was falsch war.