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Katzen zusammenführen

Zuerst das Wichtigste

Beim Streit nie mit den Händen dazwischengehen

Zwei Stellen, an denen Menschen verletzt werden: Fass niemals eine Katze an, die faucht, knurrt oder erregt ist. Sie leitet die Erregung auf das um, was gerade erreichbar ist. Und heb Katzen niemals hoch, um sie zu trennen. Schieb stattdessen ein großes Handtuch, einen Karton oder eine Platte dazwischen.

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Für die Zusammenführung gibt es einen vollständigen Ablauf: vier Schritte zur Vorbereitung und sieben ab dem Einzug. Über allen Schritten steht eine Regel: Zeigt eine der beiden Spannung, geh eine Stufe zurück und bleib dort, bis beide wieder entspannt sind. Fang mit dem Ablauf an, statt abzuwarten, denn bei der größten Gruppe von Haushalten bewegt sich von allein nichts. Die erste Begegnung beschreibt ein Drittel der Halter als schlecht, die Beziehung heute nur jeder achte. Ein schlechter Anfang ist häufig und legt nicht fest, wie die beiden später miteinander auskommen.

Kostenloser Selbsttest etwa 2 Minuten

Die Einstufung fragt, bei welchem Schritt ihr gerade seid, geht Gesundheit, Vorgeschichte und die Zeichen zwischen den beiden durch und sagt dir, was als Nächstes kommt und woran du erkennst, dass es so weit ist.

Wie weit seid ihr?

Ohne Anmeldung. Das Ergebnis siehst du sofort, ohne deine E-Mail-Adresse anzugeben.

Auf dieser Seite: 7 Abschnitte
  1. Die Regel über allem
  2. Vier Schritte, bevor sie einzieht
  3. Sieben Schritte ab dem Einzug
  4. Wenn die neue Katze schon da ist
  5. Was daran belegt ist und was nicht
  6. Den Verlauf mitschreiben
  7. Häufige Nachfragen

Die Regel über allem

Für jeden der elf Schritte gilt eine Regel: Zeigt eine der beiden Spannung, geh eine Stufe zurück und bleib dort, bis beide wieder entspannt sind. Weiterzugehen, solange Spannung da ist, kann sie verfestigen.

Für jeden Schritt nach vorn gilt ein Kriterium: Weiter geht es, wenn beide auf der laufenden Stufe normal fressen, ihre Katzentoilette benutzen, ruhig an ihren Plätzen schlafen und weder fauchen noch drohen noch ausweichen. Die fachlichen Empfehlungen verlangen an jedem Übergang, dass beide entspannt sind, ohne einzeln festzulegen, woran man das erkennt; die vier Merkmale machen es im Alltag sichtbar. Was an den einzelnen Übergängen dazukommt, steht auf der Seite zu den Phasen.

Der häufigste Fehler ist, zu schnell durch die Schritte zu gehen. Bist du unsicher, ob die beiden so weit sind, wiederhol deshalb den laufenden Schritt noch einmal. Nach einem Rückschritt geht ihr mit kürzeren Einheiten weiter. Auch ein einzelnes Fauchen zählt dabei mit: Solange ihr im Ablauf seid, ist es der Grund, den nächsten Schritt noch nicht zu machen. Anders liest es sich erst, wenn der Ablauf hinter euch liegt und die beiden ohne Aufsicht zusammenleben; dann zählt, wie oft es vorkommt.

Ist dabei eine Katze oder ein Mensch verletzt worden, oder liegt nach einer Auseinandersetzung Fell oder Blut, gilt eine andere Regel: getrennte Bereiche, bis beide wieder normal fressen und ruhig sind, dazu heute ein Anruf in der Tierarztpraxis. Danach geht es zurück auf den Geruchsaustausch, nicht auf die Stufe, auf der es passiert ist. Bei Schlagen, Kratzen oder einer Rauferei, bei der niemand verletzt wurde, trennst du die beiden ohne Hände und gehst eine Stufe zurück; anrufen solltest du in den nächsten Tagen, wenn es sich wiederholt oder wenn es heftig war oder lange gedauert hat.

Vier Schritte, bevor sie einzieht

Links stehen Klo und Näpfe in einer Ecke, zu der ein Weg führt. Rechts hat jede Katze ihren eigenen Satz. Beide Wege lassen sich gehen, ohne sich zu begegnen.
  1. Beide Katzen sind untersucht. Aktuelle tierärztliche Untersuchung für jedes Tier. Und ein Ausschlusskriterium: Bei einer älteren Katze mit gesundheitlichen Problemen sollte keine zweite aufgenommen werden.
  2. Das Übergangszimmer steht. Ein Raum mit einer Tür, die vollständig schließt. Darin Futter, Wasser, Katzentoilette, Sitzplätze auf verschiedenen Höhen, Verstecke, ein weiches Bett, Kratzflächen, Spielzeug. In den Hauptbereichen werden die Ressourcen gleichzeitig aufgestockt.
  3. Pheromonverdampfer, 24 bis 48 Stunden vorher, im Hauptwohnbereich und im Übergangszimmer. Fachleute empfehlen ihn, eine Untersuchung, die seine Wirkung belegt, gibt es aber nicht. Nötig für den Ablauf ist er nicht.
  4. Für jede Katze steht fest, was sie mag. Eine bevorzugte Beschäftigung oder ein Leckerbissen, der als Belohnung taugt. Darauf baut Schritt acht auf, das Spiel an der geschlossenen Tür.

Sieben Schritte ab dem Einzug

  1. Ankunft. In einer abgedeckten Transportbox direkt ins Übergangszimmer. Tür zu, dann die Box öffnen. Sie entscheidet, wann sie herauskommt. Das kann Stunden dauern.
  2. Geruchsaustausch. Erst wenn beide entspannt sind, meist nach einigen Tagen. Weiche Materialien täglich tauschen, bis beide sie ohne Reaktion liegen lassen, also ohne Markieren, ohne Danebenmachen und ohne Fauchen, Knurren oder Drohen. Ausgiebiges Schnuppern zählt nicht dazu.
  3. Den Geruch über das Gesicht verteilen. Ein weiches Tuch über Wange, Maulwinkel, Kinn und Schläfe der einen Katze reiben, danach über dieselben Stellen der anderen, immer abwechselnd. An diesen Stellen geben Katzen ihren Geruch ab; Katzen, die zusammengehören, teilen einen gemeinsamen Geruch.
  4. Spiel an der geschlossenen Tür. Ein Hantelspielzeug, zwei Spielzeuge an einer stabilen Schnur, je eines pro Seite. Einheiten kurz halten, fünf bis zwanzig Minuten. Aufhören, bevor das Interesse nachlässt.
  5. Raumtausch. Die Erstkatze kommt in einen anderen Raum, die neue erkundet kurz die übrige Wohnung.
  6. Sichtkontakt über ein Gitter, eine Glastür oder einen Türstopper. Entspannt sich eine der beiden nicht, sofort stoppen und zurück zu acht und neun, bis beide dort wieder entspannt sind.
  7. Überwachte Nähe, mit Geschirr und Leine oder mit einer Katze in einer teilweise abgedeckten Box. Leinen- und Boxentraining müssen vorher stehen.

Wenn die neue Katze schon da ist

Ist die zweite Katze schon eingezogen, fang bei dem Schritt an, bei dem ihr gerade seid, und hol aus der Vorbereitung nach, was fehlt: die Untersuchung beider Katzen, das Zimmer mit einer Tür, die vollständig schließt, und für jede eine Belohnung, die sie wirklich will.

Wo ihr einsteigt, hängt daran, wie die beiden heute leben, und nicht daran, ob sie sich schon einmal gesehen haben. Geh die fünf Punkte von oben nach unten durch und nimm den ersten, der auf euch zutrifft:

Sitzt die Erstkatze immer wieder vor der Tür und faucht, ist es dafür noch zu früh. Schimpf nicht mit ihr, sondern stell im Flur einen Sichtschutz vor die Tür, etwa ein paar Kartons oder Stühle, damit sie sich dort nicht mehr hinsetzen kann. Frisst eine der beiden weniger als sonst, ist es ebenfalls noch zu früh; frisst sie seit mehr als einem Tag gar nichts, ruf in deiner Tierarztpraxis an.

Die neue Katze braucht in ihrem Zimmer Beschäftigung, gerade wenn sie hinaus will. Spiel mehrmals am Tag mit ihr, etwa mit einer Rute mit Federn, und gib ihr einen Teil des Futters in einem Futterspielzeug, aus dem sie es sich herausholen muss. Dass sie hinaus will, heißt noch nicht, dass der nächste Schritt dran ist: Die übrige Wohnung lernt sie beim Raumtausch kennen, Schritt 9. Deine Erstkatze behält in dieser Zeit ihre gewohnten Fütterungs- und Spielzeiten.

Was daran belegt ist und was nicht

Der Ablauf ist die Empfehlung tierärztlicher Fachleute. In einer Studie geprüft ist keiner seiner Schritte.

Gut untersucht ist dagegen, wie der Anfang und die spätere Beziehung zusammenhängen. Wo Halter die Zusammenführung rückblickend als schlecht beschreiben, sehen sie heute fast alle Spannungszeichen häufiger und gegenseitiges Putzen seltener. Und wo heute Spannung herrscht, war sie in rund drei von vier Haushalten von Anfang an da.

Ob ein sorgfältiger Anfang die Beziehung verbessert oder ob gut passende Katzen von Anfang an besser miteinander zurechtkommen, lässt sich aus diesen Befragungen nicht ablesen. Der sorgfältige Anfang ist aber der Teil, den du selbst in der Hand hast.

Den Verlauf mitschreiben

Fang mit dem Aufschreiben an, bevor du etwas änderst. Wo Spannungszeichen da sind, bleiben sie bei etwa der Hälfte der Haushalte über die Zeit gleich häufig, bei knapp der Hälfte werden sie seltener, bei wenigen häufiger. Mit einem Eintrag pro Woche siehst du, wohin es bei euch geht, auch wenn ein einzelner schlechter Tag stärker im Kopf bleibt als eine ruhige Woche.

Auf dem Verlaufsbogen stehen elf Zeichen, sieben für Spannung und vier für Freundlichkeit. Einmal pro Woche trägst du in zwei Minuten ein, wie oft jedes vorkam; den Bogen gibt es zum Ausdrucken und als ausfüllbares PDF.

Nach vier Wochen legst du die letzte Woche neben die erste. Sind die Spannungszeichen seltener geworden oder freundliche dazugekommen, macht ihr im Ablauf weiter. Ist alles gleich geblieben, prüf, ob ihr bei jedem Zeichen von Spannung eine Stufe zurückgegangen seid und ob beide Katzen untersucht sind. Sind die Zeichen häufiger geworden, geh eine Stufe zurück und bleib dort, bis beide wieder entspannt sind. Bewegt sich auch nach sechs Wochen nichts, gehört der Fall in eine verhaltensmedizinisch arbeitende Tierarztpraxis. Gemessen ist keine der beiden Fristen.

Was du heute noch tun kannst

  1. Ist die neue Katze schon da, prüf heute für die Stufe, auf der ihr seid, ob beide normal fressen, ihre Katzentoilette benutzen, ruhig an ihren Plätzen schlafen und weder fauchen noch drohen noch ausweichen. Trifft alles zu, ist der nächste Schritt dran.
  2. Prüf die Tür des Übergangszimmers. Sie muss vollständig schließen. Gibt es bei euch keine solche Tür, bau eine blickdichte Wand aus großen Kartons, die sich später Stück für Stück öffnen lässt.
  3. Trag heute die Spalte Ausgang auf dem Verlaufsbogen ein, bevor du etwas änderst. Was du nach vier Wochen daraus ablesen kannst, steht unter Den Verlauf mitschreiben.
  4. Leg dir die Trennmittel bereit: ein großes Handtuch und einen flachen Karton, in Reichweite der Stelle, an der sich die beiden begegnen.

Häufige Nachfragen

Wie lange dauert das?

Wie lange es dauert, entscheidet das Verhalten der beiden, kein Kalender. Weiter geht es jeweils, wenn beide auf der laufenden Stufe entspannt bleiben.

Bis beide sich die Wohnung teilen, sind es meist Wochen bis Monate. Die Spanne und warum es keine feste Wochenzahl gibt, steht auf der Seite zur Dauer.

Muss ich sie wirklich trennen? Wir haben kein zweites Zimmer.

Der Ablauf setzt ein eigenes Zimmer voraus; ob es auch ohne gelingt, ist nicht untersucht. Fehlt der Raum, kann eine bewegliche, blickdichte Wand die Tür ersetzen, dazu getrennte Plätze für Futter und Klo.

Die Stufen bleiben dieselben, ihr geht sie langsamer. Wie das ohne eigenes Zimmer aussieht, steht auf einer eigenen Seite.

Spielt es eine Rolle, ob die neue Katze aus dem Tierheim kommt?

Nach dem, was gemessen wurde, nicht. Herkunft und Einzugsalter zeigen keinen belastbaren Zusammenhang zur späteren Beziehung, das Vorgehen ist deshalb dasselbe.

Nach Einschätzung von Fachleuten hängt das Tempo eher davon ab, ob ein Tier schon mit anderen Katzen gelebt hat. Ohne diese Erfahrung kann eine Katze auf den einzelnen Stufen länger brauchen.

Gibt es Tricks, die es abkürzen?

Nein. Zwei Tiere, die sich schon kennen, müssen zwar untereinander nicht zusammengeführt werden.

Zu einer Katze, die schon bei euch lebt, müssen aber auch sie Schritt für Schritt zusammengeführt werden.

Was passiert bei euch?

Klick auf das, was am ehesten zutrifft. Jede dieser Seiten erklärt genau ihren Fall und hat den Test eingebaut.

Der Ablauf
Die Phasen der ZusammenführungDie Schritte der Reihe nach, und was bei Spannung gilt. Wie lange dauert das?Warum die Fachleitlinie bewusst keine Dauer nennt. Ohne eigenes ZimmerWenn kein Raum frei ist, den du abtrennen kannst. Ein Kitten zur erwachsenen KatzeDie Alterskombination mit den höchsten Werten fürs Kämpfen.
Die ersten Tage
Die Neue zieht einDie ersten Tage, wenn schon eine Katze da ist. Sie versteckt sichErwartbar. Es gibt eine Grenze, ab der es keine mehr ist. Die Neue frisst nichtUnd geht nicht aufs Klo, in den ersten Tagen. Eine wird unsauberSpannung zeigt sich als Ausweichen, nicht als Streit.
Wenn die Entscheidung noch offen ist
Zweite Katze, ja oder neinWas vor dem Einzug geklärt gehört.

Eure nächsten Schritte, in etwa 2 Minuten

Die kostenlose Einstufung fragt, bei welchem Schritt ihr gerade seid, geht Gesundheit, Vorgeschichte und die Zeichen zwischen den beiden durch und sagt dir, was als Nächstes kommt und woran du erkennst, dass es so weit ist.

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