Zusammenführen ohne eigenes Zimmer
Beim Streit nie mit den Händen dazwischengehen
Zwei Stellen, an denen Menschen verletzt werden: Fass niemals eine Katze an, die faucht, knurrt oder erregt ist. Sie leitet die Erregung auf das um, was gerade erreichbar ist. Und heb Katzen niemals hoch, um sie zu trennen. Schieb stattdessen ein großes Handtuch, einen Karton oder eine Platte dazwischen.
Bau dir eine bewegliche, blickdichte Trennung, wenn kein Zimmer frei ist. Der Ablauf setzt ein Zimmer mit vollständig schließender Tür voraus; ob es auch ohne gelingt, ist in keiner Richtung untersucht. Von den drei Aufgaben des Zimmers lassen sich zwei ohne Tür lösen.
Die Einstufung fragt, bei welchem Schritt ihr gerade seid, geht Gesundheit, Vorgeschichte und die Zeichen zwischen den beiden durch und sagt dir, was als Nächstes kommt und woran du erkennst, dass es so weit ist.
Wie weit seid ihr?
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Was das Zimmer eigentlich leistet
- Es trennt, was die beiden voneinander riechen, hören und sehen. Der Ablauf lässt diese drei Eindrücke danach einzeln nacheinander zu: erst den Geruch, dann das Spiel an der geschlossenen Tür, zuletzt die Sicht. Diese Aufgabe lässt sich ohne Tür am schwersten ersetzen.
- Es sichert der neuen Katze eigene Ressourcen. Futter, Wasser, Katzentoilette und einen Schlafplatz, zu denen sie kommt, ohne an der anderen vorbeizumüssen. Das lässt sich auch ohne eigenes Zimmer herstellen, mit getrennten Zonen und einem zweiten Katzentoilettenstandort.
- Es gibt beiden einen Ort, an dem sie sicher sind. Ein Versteck, das sie jederzeit erreicht, gehört zu dem, was jede Katze in einer Wohnung braucht. Dafür reichen Höhe und geschlossene Seiten, eine Tür braucht es nicht.
Was ohne Zimmer schwieriger wird
Zwei Schritte des Ablaufs hängen unmittelbar an der Tür. Für beide gibt es Ersatz, der Aufwand kostet.
Das Spiel an der geschlossenen Tür ist der Schritt, an dem beide Katzen gleichzeitig etwas Gutes erleben, ohne einander zu sehen. Ohne Tür braucht es zwei Personen und eine blickdichte Trennung, etwa eine große Kartonwand oder einen Paravent.
Der abgestufte Sichtkontakt setzt voraus, dass es eine Stufe davor gab. Ein türhohes Katzengitter oder ein Gitter im Türrahmen erfüllt diesen Zweck; eine Wohnung ohne jede Trennung erfüllt ihn nicht.
Eine blickdichte Wand trennt nur die Sicht; Geruch und Geräusche kommen von Anfang an durch. Geh deshalb jede Stufe langsamer. Zeigt eine der beiden Spannung, auch unauffällig, geh eine Stufe zurück und bleib dort, bis beide wieder entspannt sind. Beim Füttern genügt ohne eigenes Zimmer eine Sichtblende zwischen den Näpfen, etwa ein umgedrehter Karton.
Mehr Ausstattung und das Verhältnis der beiden
Verlass dich nicht darauf, dass mehr Ausstattung die Beziehung verbessert. In zwei großen Erhebungen war sie das nicht. Weder eine ausreichende Zahl an Katzentoiletten noch mehrere Futterstellen gingen mit weniger Konfliktzeichen einher. Mehrere Futter- und Toilettenzonen gingen sogar mit einer schlechter bewerteten Beziehung einher.
Beide Befragungen haben nur einen Zeitpunkt erfasst; naheliegend ist, dass Halter dort aufstocken, wo es schon Probleme gibt. Zusätzliche Näpfe und Klos bleiben Teil der Vorbereitung, das Verhältnis der beiden verbessern sie nach diesen Daten aber nicht verlässlich. Wichtiger als die Menge ist, wo die Dinge stehen und ob zu jedem Platz zwei Wege führen.
Was du heute noch tun kannst
- Geh durch die Wohnung und such die Tür, die du am ehesten für einige Wochen entbehren kannst, auch wenn es der Abstellraum ist.
- Wenn es keine gibt: bau die Trennung beweglich. Zwei große Kartons und eine Leiste ergeben eine blickdichte Wand, die sich in Stufen öffnen lässt.
- Zweiter Katzentoilettenstandort, heute. Nicht zwei Kisten nebeneinander, sondern zwei Stellen.
Häufige Nachfragen
Reicht ein Kinderschutzgitter?
Meist nicht. Ein Kinderschutzgitter ist so niedrig, dass eine Katze darüberspringen kann; für den späten Sichtkontakt sind türhohe Katzengitter vorgesehen. Für die frühen Schritte auch nicht: Dort sollen sich die beiden riechen und hören, aber nicht sehen.
Ein türhohes Gitter, das sich mit einem Tuch abhängen lässt, deckt beide Stufen ab und ist die praktischste einzelne Anschaffung.
Wir haben sie einfach zusammengelassen und es ging gut.
Das kommt vor und widerspricht nichts auf dieser Seite. Welches Tempo bei der ersten Begegnung das richtige ist, ist für Katzen nicht untersucht.
Läuft es bei euch gut, müsst ihr sie nicht wieder trennen. Tauchen Spannungszeichen auf, beginnt ihr mit getrennten Bereichen und dem Geruchsaustausch.
Wie lange müsste die Trennung denn mindestens sein?
Eine Mindestdauer gibt es nicht; wie lange es dauert, entscheidet das Verhalten der beiden, kein Kalender. Fang mit dem Geruchsaustausch an, wenn beide entspannt sind, und wiederhol ihn täglich, bis keine negative Reaktion mehr kommt.
Für zuvor getrennte Katzen, die wieder zusammenkommen, nennt der Ablauf eine feste Frist: täglich Geruch tauschen, etwa eine Woche lang, bevor sie sich sehen (mehr dazu bei den Phasen).
Wenn es bei euch anders aussieht
Was bei euch der nächste Schritt ist
Die kostenlose Einstufung fragt, bei welchem Schritt ihr gerade seid, geht Gesundheit, Vorgeschichte und die Zeichen zwischen den beiden durch und sagt dir, was als Nächstes kommt und woran du erkennst, dass es so weit ist.
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