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Wie lange dauert eine Zusammenführung?

Zuerst das Wichtigste

Beim Streit nie mit den Händen dazwischengehen

Zwei Stellen, an denen Menschen verletzt werden: Fass niemals eine Katze an, die faucht, knurrt oder erregt ist. Sie leitet die Erregung auf das um, was gerade erreichbar ist. Und heb Katzen niemals hoch, um sie zu trennen. Schieb stattdessen ein großes Handtuch, einen Karton oder eine Platte dazwischen.

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Wie lange es dauert, entscheidet das Verhalten der beiden, kein Kalender. Eine verlässliche Dauer gibt es nicht, nur eine grobe Spanne: einige Wochen bei leichten Fällen, mehrere Monate bei anderen, in schweren Fällen bis etwa ein Jahr. Das ist die Zeit, bis beide sich die Wohnung teilen; bis sie vertraut miteinander sind, kann es Jahre dauern. Weiter geht es jeweils, wenn beide auf der laufenden Stufe entspannt bleiben.

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Die Einstufung fragt, bei welchem Schritt ihr gerade seid, geht Gesundheit, Vorgeschichte und die Zeichen zwischen den beiden durch und sagt dir, was als Nächstes kommt und woran du erkennst, dass es so weit ist.

Wie weit seid ihr?

Ohne Anmeldung. Das Ergebnis siehst du sofort, ohne deine E-Mail-Adresse anzugeben.

Warum keine Zahl dasteht

Die Zahlen, die im Netz kursieren, etwa zwei Wochen, vier Wochen oder sechs bis acht Wochen, sind nicht gemessen. Die Fachleitlinie nennt bewusst nur die Spanne. Eine feste Wochenzahl kann dazu verleiten, eine Zusammenführung für gescheitert zu halten, obwohl die beiden auf ihrer Stufe noch vorankommen.

Wie sich das Zusammenleben über Jahre entwickelt

Die Chance, dass zwei Katzen sich gegenseitig putzen, verglichen mit Paaren unter einem Jahr. Eine Momentaufnahme: Paare, die sich dauerhaft nicht vertragen, werden eher getrennt.

Verglichen mit einem Paar im ersten Jahr putzen sich zwei Katzen gegenseitig

Beim gemeinsamen Schlafen zeigt sich dasselbe Muster in schwächerer Ausprägung. Paare, die sich dauerhaft nicht vertragen, werden eher getrennt. Ob eine Beziehung mit den Jahren wächst, lässt sich aus der Zahl deshalb nicht sicher ablesen. Wenn sich zwei Katzen in den ersten Monaten kaum putzen, muss das nichts heißen.

Woran du Fortschritt erkennst

An den Zeichen zwischen den beiden. Elf lassen sich beobachten, sieben für Spannung und vier für Freundlichkeit. Der Verlaufsbogen hat eine Spalte für den Ausgang und acht für die Wochen danach; den Ausgang trägst du ein, bevor du etwas änderst.

Nach vier Wochen legst du die letzte Woche daneben. Werden die Spannungszeichen seltener oder kommen freundliche dazu, macht ihr im Ablauf weiter. Werden sie häufiger, geh eine Stufe zurück und bleib dort, bis beide wieder entspannt sind. Bleibt alles gleich, prüf, ob ihr bei jedem Zeichen von Spannung eine Stufe zurückgegangen seid und ob beide Katzen untersucht sind. Bleibt es auch nach sechs Wochen unverändert, gehört der Fall in eine verhaltensmedizinisch arbeitende Tierarztpraxis; gemessen ist keine der beiden Fristen.

Schlimmer wird es über die Zeit selten, du musst also nichts überstürzen. Von allein seltener werden die Zeichen aber nur in knapp der Hälfte der Haushalte; mit dem Ablauf anzufangen, lohnt sich deshalb (wie sich der Verlauf verteilt).

Was du heute noch tun kannst

  1. Schreib dir für jede Stufe auf, woran du erkennst, dass sie geschafft ist. Die Übergänge stehen auf der Seite Die Phasen einer Zusammenführung.
  2. Trag die Spalte Ausgang auf dem Verlaufsbogen ein, elf Zeichen, zwei Minuten. Mit diesem Wert vergleichst du nach vier Wochen.
  3. Schreib eine Zeile dazu, was diese Woche anders war: Besuch, Umstellung, Abwesenheit, eine fremde Katze am Fenster. Steigen die Zeichen in so einer Woche, gilt trotzdem die Regel, eine Stufe zurückzugehen. Beim Vergleich nach vier Wochen weißt du dann, woher der Ausreißer kam.

Häufige Nachfragen

Nach vier Wochen fauchen sie immer noch. Ist es gescheitert?

Nach vier Wochen lässt sich das nicht beurteilen. Fauchen ist verbreitet: Rund sieben von zehn Mehrkatzenhaushalten hören es mindestens gelegentlich, nur wenige mehrmals täglich.

Vergleich stattdessen mit Woche eins. Faucht es seltener oder kommen freundliche Zeichen dazu (im selben Raum schlafen, mit Körperkontakt schlafen, sich gegenseitig putzen, Nasenkontakt), geht es voran: Ihr macht im Ablauf weiter. Faucht es gleich oft, prüf, ob ihr bei jedem Fauchen eine Stufe zurückgegangen seid. Faucht es häufiger, geh eine Stufe zurück und bleib dort, bis beide wieder entspannt sind.

Kann es sein, dass es nie klappt?

Ja, bei manchen Paaren bleibt es dabei. Bleibt es trotz Untersuchung, geänderter Wohnung und schrittweiser Wiedereinführung so, gehört der Fall in eine verhaltensmedizinisch arbeitende Tierarztpraxis. Dort lässt sich klären, ob die beiden dauerhaft in getrennten Bereichen leben können oder ob eine von ihnen ein anderes Zuhause braucht.

Wie oft es dazu kommt, ist nicht bekannt. Eine schlechte Beziehung beschreibt etwa jeder achte Halter von zwei Katzen.

Beim ersten Mal ging es schneller. Woran liegt das?

Dazu gibt es keine Untersuchung. Was sich sagen lässt: Die Ausgangslage unterscheidet sich in fast jedem Punkt, der in den Daten überhaupt einen Zusammenhang zeigt: Alter beider Tiere, Altersabstand, Vorerfahrung mit Artgenossen, Zahl der Katzen im Haushalt.

Die Erfahrung aus einer früheren Zusammenführung ist deshalb ein schlechter Maßstab für die aktuelle.

Wenn es bei euch anders aussieht

Eure nächsten Schritte

Die kostenlose Einstufung fragt, bei welchem Schritt ihr gerade seid, geht Gesundheit, Vorgeschichte und die Zeichen zwischen den beiden durch und sagt dir, was als Nächstes kommt und woran du erkennst, dass es so weit ist.

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