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Deine Katze wirkt eifersüchtig auf die andere

Zuerst das Wichtigste

Beim Streit nie mit den Händen dazwischengehen

Zwei Stellen, an denen Menschen verletzt werden: Fass niemals eine Katze an, die faucht, knurrt oder erregt ist. Sie leitet die Erregung auf das um, was gerade erreichbar ist. Und heb Katzen niemals hoch, um sie zu trennen. Schieb stattdessen ein großes Handtuch, einen Karton oder eine Platte dazwischen.

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Ob Katzen etwas empfinden, das der menschlichen Eifersucht entspricht, lässt sich von außen nicht sagen. Fachleute zählen deine Aufmerksamkeit aber zu den Dingen, um die Katzen konkurrieren, wie einen Futterplatz oder einen Schlafplatz. Was hilft, setzt deshalb am Zugang an: Mach den Platz bei dir von zwei Seiten erreichbar, stell die Näpfe außer Sichtweite voneinander und gib jeder Katze ihre eigene kurze Zeit mit dir. Ist eine der beiden verletzt, ruf heute in der Tierarztpraxis an; versteckt sich eine mehr als die Hälfte des Tages, in den nächsten Tagen.

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Der Selbsttest geht die Zeichen zwischen den beiden, die Wohnung und die Vorgeschichte durch und sagt dir, wie dringend es ist und womit du anfängst.

Seit wann ist es zwischen ihnen angespannt?

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Auf dieser Seite: 9 Abschnitte
  1. Was in diesem Moment um deine Aufmerksamkeit läuft
  2. Warum dein Sitzplatz und der Türrahmen
  3. Gleich viel, oder je nach Katze?
  4. Was sich an eurer Verteilung ändern lässt
  5. Die Zuwendung selbst, anders verteilt
  6. Wenn es nach einer Veränderung angefangen hat
  7. Woran du merkst, dass es um mehr geht
  8. Wenn mehr als zwei Katzen bei euch leben
  9. Häufige Nachfragen

Was in diesem Moment um deine Aufmerksamkeit läuft

Katzen konkurrieren im Haushalt um Futterplätze, Wasser, Katzentoiletten, Schlafplätze, erhöhte Flächen, Verstecke und Durchgänge; Fachleute zählen menschliche Aufmerksamkeit dazu. Der Platz auf deinem Schoß ist damit ein Ort wie der Napf, mit einem Zugang, der begrenzt ist.

Eingeschränkt wird dieser Zugang ohne Geräusch, durch Starren, Anpirschen oder Blockieren: Eine Katze, die ein paar Meter entfernt stehen bleibt und herüberschaut, scheint nichts zu tun; für die andere kann das reichen, um nicht näherzukommen. Belastet sein können dabei beide, auch die, die den Zugang besetzt hält.

Eine zweite Stelle ist der Platz, an dem du das Futter vorbereitest und an dem sich die Katzen versammeln; die feinen Zeichen sind dort leicht zu übersehen. Sieh in den Minuten vor der Fütterung hin, wer wo wartet, wer die andere anstarrt und wer ausweicht. Wartet eine regelmäßig abseits oder frisst sie erst, wenn die andere fertig ist, stell ihren Napf an einen eigenen Ort außer Sichtweite.

Warum dein Sitzplatz und der Türrahmen

Beide Wege führen durch denselben Flur. Der markierte Punkt ist die Stelle, an der sich zwei Katzen begegnen.

Blockiert wird dort, wo nur ein Weg hinführt: in Fluren, auf Treppenabsätzen, in Türrahmen, am Weg zur Katzentoilette und an deinem Sitzplatz. Jedes Versteck und jeder erhöhte Platz soll deshalb zwei Zugänge haben (mehr zu den Engstellen). Für deinen Sitzplatz heißt das, den Platz neben dir von zwei Seiten erreichbar zu machen, etwa mit einem zweiten Sitzplatz auf der Lehne oder einem Hocker davor.

Gleich viel, oder je nach Katze?

Beide Katzen gleich zu behandeln, ist nicht nötig. Wichtig ist, dass jede bekommt, was sie braucht, und das kann sehr verschieden sein: Die eine mag viele kurze Kontakte über den Tag, die andere wenige lange am Abend. In einer Untersuchung zog etwa die Hälfte der Katzen die Zuwendung eines Menschen sogar dem Futter vor. Bevorzugt werden kurze, häufige Kontakte, längere dann, wenn die Katze selbst anfängt; lass deshalb jede über Beginn und Ende bestimmen.

Was sich an eurer Verteilung ändern lässt

Je mehr Katzen sich eine Wohnung teilen, desto eher wird um Plätze und Zugänge gestritten; bei drei und mehr Katzen lohnt es besonders, jede Ressource mehrfach und an verschiedenen Orten anzubieten.

Die Zuwendung selbst, anders verteilt

Für Spielzeiten, bei denen beide Katzen im Raum sind, empfehlen Fachleute ein festes Format: fünf bis zwanzig Minuten, beendet, bevor das Interesse nachlässt, am besten als fester Teil des Tagesablaufs. Du spielst dabei mit einer Katze nach der anderen und nicht mit beiden gleichzeitig; eine Katze ohne Interesse darf von einem sicheren Platz aus zusehen. Am Schluss bekommt jede etwas, das sie als Belohnung annimmt, die eine ein Stück Huhn, die andere eine Runde mit der Rute. Lass alles weg, was auf Zurechtweisung beruht, verbal wie körperlich.

Wenn es nach einer Veränderung angefangen hat

Fällt der Anfang mit einer Veränderung zusammen, ist das eine Spur. Nach einem Umzug hilft es, die Katzenmöbel mitzunehmen, gegen eine fremde Katze vor dem Fenster eine Sichtblende im unteren Fensterbereich; kommt eine vom Tierarzt, steht auf der Seite Nach dem Tierarztbesuch, was zu tun ist.

Lass bei jeder Verhaltensänderung, auch im Verhältnis zweier Katzen, zuerst körperliche Ursachen ausschließen; eine Katze mit Schmerzen kann Begegnungen früher und schärfer beenden. Welche Ursachen infrage kommen, steht auf der Seite Sie vertragen sich nicht.

Woran du merkst, dass es um mehr geht

Ob hinter der Konkurrenz um deinen Schoß mehr steckt, zeigt eine Zählung. Zähl sieben Tage lang, wie oft du Starren, Verfolgen, Anpirschen, Fliehen, Schwanzzucken, Fauchen und Jaulen siehst und wie oft Schlafen im selben Raum, gegenseitiges Putzen, Schlafen mit Körperkontakt und Nasenkontakt; eintragen kannst du das auf dem Verlaufsbogen. Überwiegen die freundlichen Zeichen und geht es nur am Sofa, an der Tür oder beim Füttern um dich, reichen die Änderungen an Zugängen, Näpfen und Zuwendung. Kommen Fauchen oder Fliehen jede Woche vor, mach den Test und lass beide untersuchen. Ist eine Katze oder ein Mensch verletzt, ruf heute in der Tierarztpraxis an (wann es sonst in die Praxis geht).

Wenn mehr als zwei Katzen bei euch leben

In einem Haushalt können mehrere Gruppen nebeneinander leben: Katzen, die sich gegenseitig putzen und mit Körperkontakt schlafen, gehören zusammen. Was wie Eifersucht zwischen drei Tieren aussieht, kann ein Zwei-gegen-eins sein, bei dem die einzelne Katze keinen eigenen Bereich hat.

Schreib die Namen aller Katzen im Kreis auf ein Blatt und zieh zwischen je zwei Tieren eine Linie für freundliche Zeichen wie Putzen oder Schlafen mit Berührung und eine zweite für Starren, Blockieren oder Fauchen, je häufiger, desto dicker. Hängt eine Katze nur an Konfliktlinien, braucht sie einen eigenen Bereich zum Fressen, Schlafen und Ruhen, in dem die anderen sie nicht stören.

Der Wert zur Zuwendung stammt aus einem Versuch, in dem Katzen zwischen Zuwendung, Futter und anderen Angeboten wählen konnten, das Vorgehen aus den fachlichen Empfehlungen zur Spannung zwischen Katzen; die Einzelheiten stehen unter Wie wir arbeiten.

Was du heute noch tun kannst

  1. Mach deinen Sitzplatz von zwei Seiten erreichbar. Ein Hocker vor dem Sofa oder ein freier Weg von hinten reicht. Dann kann eine Katze den Weg zu dir nicht mehr so leicht versperren.
  2. Stell den zweiten Napf um, in einen anderen Raum oder hinter eine Sichtbarriere. Ein umgedrehter Karton tut es für den Anfang.
  3. Nimm dir zweimal fünf Minuten, für jede Katze einzeln und mit ihrer eigenen Belohnung am Schluss.

Häufige Nachfragen

Soll ich beide gleich viel streicheln?

Gleich viel ist nicht nötig. Beobachte eine Woche lang, wer anfängt, wer den Kontakt beendet und wer nach fünf Minuten wiederkommt, und richte die Zeit mit jeder danach aus.

Sie faucht die andere an, sobald ich nach Hause komme.

Beim Nachhausekommen wollen oft beide gleichzeitig zu dir, häufig an einer engen Stelle wie dem Flur. Geh durch bis in einen Raum, in dem beide auseinandergehen können, und begrüß sie dort. Ein erhöhter Platz im Flur gibt einer der beiden einen Ausweg nach oben.

Sie drängt sich zwischen mich und meinen Partner.

Wenn zwei Menschen nebeneinandersitzen, ist der Platz dazwischen der Ort mit dem besten Zugang zu beiden. Schaff einen zweiten guten Platz in Reichweite, auf der Lehne oder auf einem Hocker, und biete dort dieselbe Zuwendung an.

Wenn es bei euch anders aussieht

Woran es bei euch hängt

Ein paar Fragen zu den Zeichen zwischen den beiden, zu eurer Wohnung und zur Vorgeschichte. Am Ende steht, wie dringend es ist und womit du anfängst.

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