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Wie viel deine Katze wiegen sollte

Zuerst das Wichtigste

Frisst viel und nimmt ab: in der Praxis anrufen

Frisst viel und nimmt trotzdem ab: Ruf in deiner Tierarztpraxis an und sag genau diesen Satz. Dahinter können eine Schilddrüsenüberfunktion oder Diabetes stecken. Beide sind behandelbar, beide werden über Blut und Harn abgeklärt und beide werden umso einfacher, je früher sie auffallen. Dasselbe gilt, wenn deine Katze deutlich mehr trinkt oder mehr uriniert als sonst, wenn sie innerhalb weniger Wochen zunimmt, wenn sie im Liegen hörbar oder angestrengt atmet, wenn ihr Bauch dicker wird, während der Rest schlank bleibt, oder wenn eine übergewichtige Katze einen Tag nichts oder deutlich weniger frisst.

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Für die Katze gibt es keine Kilogrammzahl, die für alle stimmt. Die größte Auswertung dazu zeigt auch, warum. In britischen Praxisdaten lag das mittlere Erwachsenengewicht aller erfassten Katzen bei 5,5 Kilogramm. Der Bereich, den eine amerikanische Präventionsvereinigung als gesundes Gewicht empfiehlt, reicht von 3,6 bis 4,5 Kilogramm. Eine Tabelle nach diesem Maßstab teilt der Mehrheit der Katzen mit, sie sei zu schwer. Was die Frage stattdessen beantwortet, liegt unter deiner Hand: Rippen bei leichtem Druck, die Silhouette von oben, die Unterlinie von der Seite. Zusammen dauert das keine Minute. Das Ergebnis gilt für die Katze vor dir.

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Der Selbsttest führt dich durch die drei Handgriffe und ordnet das Ergebnis ein. Liegt sie über dem Idealbereich, rechnet er dir aus ihrem heutigen Gewicht ihr Zielgewicht in Kilogramm aus.

Streich ihr mit flacher Hand über den Brustkorb, von vorn nach hinten. Was spürst du?

Ohne Anmeldung. Das Ergebnis siehst du sofort, ohne deine E-Mail-Adresse anzugeben.

Auf dieser Seite: 10 Abschnitte
  1. Warum zwei gesunde Katzen zwei Kilo auseinanderliegen
  2. Womit die Praxis stattdessen arbeitet
  3. Warum hier keine Bilderreihe steht
  4. Die Waage wird brauchbar, sobald du sie zweimal benutzt
  5. Ab wann von Übergewicht die Rede ist
  6. Was Rasse und Geschlecht ändern
  7. Wenn sie zu leicht ist
  8. Die Zahl auf der Futterpackung meint etwas anderes
  9. Was du zum nächsten Termin mitnimmst
  10. Häufige Nachfragen

Warum zwei gesunde Katzen zwei Kilo auseinanderliegen

Zwischen einer zierlichen Kätzin und einem schwer gebauten Kater unterscheiden sich Knochenbau und Muskelmasse so stark, dass auch das passende Gewicht weit auseinanderliegt. Bei der Katze sieht dieser Unterschied kleiner aus, als er ist.

In der bisher größten Auswertung britischer Praxisdaten lag jede zweite erwachsene Katze zwischen 4,1 und 7,2 Kilogramm, ein Viertel darunter und ein Viertel darüber. Das sind drei Kilogramm Abstand zwischen Tieren, bei denen ganz überwiegend alles seine Ordnung hat.

Der Durchschnitt dieser Katzen liegt ein ganzes Kilogramm über der Obergrenze des Bereichs, den eine amerikanische Präventionsvereinigung als gesundes Gewicht empfiehlt. Eine Tabelle, die diesen Bereich abbildet, teilt der Mehrheit der Tiere mit, sie sei zu schwer. Die Autoren empfehlen deshalb, die geltenden Gewichtsbereiche für Katzen zu überprüfen; die Belege für die gesundheitlichen Nachteile von Übergewicht bleiben davon unberührt.

Eine Tabelle beschreibt damit eine Verteilung. Wo deine Katze in dieser Verteilung steht, klärt erst der Blick auf sie selbst.

Womit die Praxis stattdessen arbeitet

In der Tierarztpraxis wird der Körperzustand über eine neunstufige Skala bestimmt. Die Stufe entsteht durch Sehen und Abtasten am Tier. Das Gewicht steht daneben in der Akte, die Einordnung entscheidet es aber nicht. Drei Beobachtungen tragen die Skala, die du an einer stehenden Katze alle selbst machen kannst: die Rippen unter flacher Hand, die Taille von oben, die Unterlinie von der Seite. Im Wortlaut, mit der Handbewegung und einem Vergleichspunkt am eigenen Handrücken, stehen sie unter Übergewicht bei der Katze.

Dreimal derselbe Schnitt durch den Brustkorb. Die Rippen liegen in allen dreien gleich, nur die Schicht darüber wächst. Diese Schicht ist es, die deine Hand beim Abtasten findet oder nicht findet.

Üb das Abtasten und wieg in festen Abständen. Das raten die Fachleute, die das Halterurteil gegen den Befund der Klinik gestellt haben. Beim ersten Mal fühlt es sich ungenau an, was sich mit der Wiederholung gibt. Beides kostet nichts und ist nach vier Wochen Gewohnheit.

Warum hier keine Bilderreihe steht

Zum Beurteilen des Körperzustands gibt es Reihen gezeichneter Katzen zum Anklicken. Sie treffen das Urteil der Praxis nur mäßig: Die Bildskala ist für Sehen und Abtasten gemacht, in den Erhebungen wurde sie aber nur angesehen. Über die Schicht zwischen Haut und Rippen sagt ein Bild auf dem Schirm wenig, weil diese Schicht sich unter der Hand zeigt.

Die Waage wird brauchbar, sobald du sie zweimal benutzt

Eine einzelne Zahl auf der Waage sagt über deine Katze wenig. Zwei Zahlen mit ein paar Wochen Abstand sagen viel, weil der Vergleich dann innerhalb desselben Tieres läuft. Genau diesen Ausgangswert kann dir keine Tabelle liefern.

Zu Hause reicht dafür die Personenwaage. Einmal allein darauf stellen, dann mit der Katze auf dem Arm, und die Differenz ist ihr Gewicht. Bei einem Tier von fünf Kilogramm sind hundert Gramm bereits zwei Prozent, also genau der Bereich, in dem eine Badezimmerwaage unzuverlässig wird. Deshalb lohnt es sich, immer dieselbe Waage zu nehmen und immer zur selben Tageszeit zu wiegen. Schreib die Zahl mit Datum auf einen Zettel am Kühlschrank, sonst ist sie in vier Wochen verschwunden.

Verlass dich dabei nicht auf die Schätzung. Nur etwa sechs von zehn Haltern treffen das Gewicht ihrer Katze auf zehn Prozent genau. Zehn Prozent sind bei einer Katze rund ein halbes Kilogramm.

Ab wann von Übergewicht die Rede ist

Die fachliche Einteilung rechnet in Prozent, bezogen auf das Idealgewicht des einzelnen Tieres, das in keiner Tabelle steht. Es ergibt sich aus ihrem Körperzustand, den die Praxis auf der neunstufigen Skala einordnet. Fünf ist dort der Idealwert, und jede Stufe darüber steht für etwa zehn Prozent über dem Idealgewicht. Ab Stufe sechs gilt eine Katze als übergewichtig, ab Stufe acht als adipös.

Daraus lässt sich das Zielgewicht ausrechnen: das heutige Gewicht geteilt durch 1 plus zehn Prozent je Stufe über fünf. Eine Katze mit sechs Kilogramm auf Stufe sieben liegt etwa zwanzig Prozent darüber, und sechs geteilt durch 1,2 ergibt fünf Kilogramm. Am oberen Ende der Skala, bei Stufe neun, kann das Idealgewicht noch tiefer liegen; dort bestimmt die Praxis es genauer, etwa aus früheren Gewichtsangaben in der Akte.

Für eine Katze, deren Idealgewicht bei vier Kilogramm liegt, sind es vierhundert Gramm bis Stufe sechs. Das ist wenig genug, um im Alltag unbemerkt zu bleiben. Es ist der Grund, warum die Frage überhaupt gestellt wird.

Was Rasse und Geschlecht ändern

Die Frage nach der Rasse ist berechtigt. Eine Britisch Kurzhaar hat einen anderen Bauplan als eine Siamkatze. Ein Kater ist im Mittel schwerer als eine Kätzin derselben Rasse. Die britische Auswertung trägt dem Rechnung: Sie vergleicht jede Katze innerhalb ihrer eigenen Rasse und ihres eigenen Geschlechts. Der Abstand zum Mittelwert dieser Gruppe ist die Größe, mit der dort gerechnet wird.

Rassenweise Kilogrammbereiche ergeben sich daraus trotzdem nicht; in den geprüften Arbeiten stehen sie auch sonst nicht. Dazu kommt, dass viele Katzen ohne bekannte Abstammung leben. Für sie bliebe die Zeile leer, in der die Rasse stehen müsste.

Die drei Handgriffe brauchen keinen Vergleich mit anderen Katzen. Eine Rippe fühlt sich bei einer Maine Coon genauso an wie bei einer Europäisch Kurzhaar, es ist nur mehr Katze darum herum.

Wenn sie zu leicht ist

Die andere Richtung gibt es auch: eine Katze, die zu leicht ist. Rippen, die sich ohne jede Schicht darüber abzeichnen, dazu ein Bauch, der von der Seite tief eingezogen wirkt, und ein Beckenknochen, der unter der Hand hervorsteht: Das ist der Fall, in dem eine Tabelle noch weniger hilft.

Bei einer jungen Katze steckt dahinter häufig eine zu knappe Menge im Napf oder eine zweite Katze, die den Napf besetzt. Bei einer Katze über zehn Jahren kann hinter einem zu niedrigen Gewicht eine Erkrankung stecken, etwa an Niere oder Schilddrüse. Ein Termin ist der schnellere Weg als jede Überlegung zu Hause.

Die Zahl auf der Futterpackung meint etwas anderes

Auf der Packung steht eine Tagesmenge nach Körpergewicht. Daraus entsteht ein Rückschluss, der in die Irre führt: Wenn die Menge zu ihrem heutigen Gewicht passt, muss das Gewicht schon stimmen. Die Tabelle auf der Packung setzt aber genau das voraus, was du gerade herausfinden willst.

Für eine Katze, die abnehmen soll, wird die Ration deshalb auf das Zielgewicht gerechnet. Wie diese Rechnung geht, steht unter Wie viel Futter eine Katze am Tag braucht. Solange sich am Gewicht nichts ändern soll, ist die Herstellerangabe ein Ausgangspunkt, den die Waage nach vier Wochen bestätigt oder korrigiert.

Was du zum nächsten Termin mitnimmst

Drei Angaben machen aus dem Termin eine Auskunft. Das Gewicht mit Datum, am besten zwei Werte im Abstand von einigen Wochen. Deine eigene Einschätzung aus den Handgriffen, in einem Satz. Und die ausdrückliche Frage nach der Stufe auf der neunstufigen Skala, damit sie in der Akte landet und beim übernächsten Termin einen Vorgänger hat.

Aus dieser Stufe und ihrem heutigen Gewicht ergibt sich ihr Zielgewicht in Kilogramm, gerechnet wie oben beschrieben. Die Stufe bezieht sich auf dein Tier, sie lässt sich wiederholen und sie wird von jemandem vergeben, der die Katze vor sich hat.

Die Zahlen auf dieser Seite stammen aus einer großen Auswertung von Praxisdaten zum Gewicht erwachsener Katzen und aus Erhebungen zum Körperzustand von Katzen und dazu, wie gut ihre Halter ihn einschätzen; die Einzelheiten stehen unter Wie wir arbeiten.

Was du heute noch tun kannst

  1. Leg die flache Hand seitlich an ihren Brustkorb und streich mit leichtem Druck darüber. Spürst du die Rippen, ohne zu suchen, ist ihr Gewicht in Ordnung; dann reicht es, einmal im Monat zu wiegen. Musst du drücken, geht es weiter mit der Menge im Napf.
  2. Wieg sie über die Personenwaage, einmal ohne und einmal mit ihr auf dem Arm. Notier die Differenz mit dem Datum daneben.
  3. Schreib dir die Frage für den nächsten Termin auf: Auf welcher Stufe der neunstufigen Skala steht sie? Ohne die Frage bleibt der Wert oft ungesagt.

Häufige Nachfragen

Wie viel sollte eine ausgewachsene Katze wiegen?

In der größten Auswertung dazu lag jede zweite erwachsene Katze zwischen 4,1 und 7,2 Kilogramm. Eine Spanne von drei Kilogramm ist als Antwort auf die Frage nach der eigenen Katze zu weit, um damit etwas anzufangen.

Brauchbar wird es über den Körperzustand: Rippen unter flacher Hand bei leichtem Druck, eine erkennbare Taille von oben, eine ansteigende Unterlinie von der Seite. Diese drei Beobachtungen beziehen sich auf dein Tier und nicht auf einen Mittelwert.

Gibt es eine Tabelle nach Rasse, etwa für BKH oder EKH?

Rassenweise Gewichtsbereiche für den Hausgebrauch liegen in den geprüften Arbeiten nicht vor. Was es gibt, ist die Rechenweise der britischen Auswertung: Dort wird jede Katze innerhalb ihrer eigenen Rasse und ihres Geschlechts verglichen.

Für die meisten Wohnungskatzen, die ohne bekannte Abstammung leben, greift auch das nicht. Die Handgriffe am Tier funktionieren unabhängig davon.

Meine Katze wiegt sechs Kilo. Ist das zu viel?

Aus der Zahl allein folgt dazu nichts. Sechs Kilogramm liegen bei einem großrahmigen Kater im üblichen Bereich und bei einer zierlichen Kätzin deutlich darüber.

Was die Frage beantwortet, ist der Griff an den Brustkorb. Wenn du drücken musst, um die Rippen zu finden, liegt Fett darüber. Dann ist die Richtung klar, gleich welche Zahl auf der Waage steht.

Wie oft soll ich wiegen?

Solange sich nichts ändern soll, reicht einmal im Monat. Wenn eine Katze abnehmen soll, ist der Wochenrhythmus sinnvoll, weil die Rate dann sichtbar wird und nicht erst der Endstand.

Wichtig ist die Wiederholbarkeit: dieselbe Waage, dieselbe Tageszeit, Zahl mit Datum. Eine Reihe von fünf Werten sagt mehr aus als ein einzelner Wert von der Küchenwaage des Nachbarn.

Wenn es bei euch anders aussieht

Ihre Stufe, und was daraus folgt

Der kostenlose Selbsttest geht die drei Handgriffe mit dir durch und ordnet das Ergebnis ein. Liegt sie über dem Idealbereich, rechnet er dir Zielgewicht, Startmenge und den Tag der ersten Kontrolle aus.

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