Wie lange eine Katze zum Abnehmen braucht
Frisst viel und nimmt ab: in der Praxis anrufen
Frisst viel und nimmt trotzdem ab: Ruf in deiner Tierarztpraxis an und sag genau diesen Satz. Dahinter können eine Schilddrüsenüberfunktion oder Diabetes stecken. Beide sind behandelbar, beide werden über Blut und Harn abgeklärt und beide werden umso einfacher, je früher sie auffallen. Dasselbe gilt, wenn deine Katze deutlich mehr trinkt oder mehr uriniert als sonst, wenn sie innerhalb weniger Wochen zunimmt, wenn sie im Liegen hörbar oder angestrengt atmet, wenn ihr Bauch dicker wird, während der Rest schlank bleibt, oder wenn eine übergewichtige Katze einen Tag nichts oder deutlich weniger frisst.
In Monaten. In einer Untersuchung dauerte es bis zum Zielgewicht im Mittel rund ein halbes Jahr, bei den sehr schweren Tieren rund ein ganzes. Abnehmprogramme steuern 0,5 bis 2 Prozent des Ausgangsgewichts je Woche an, erreicht wird bei Hauskatzen im Mittel 0,8 Prozent. Bei einer Katze mit 6 Kilogramm liegt der Korridor damit zwischen 30 und 120 Gramm in der Woche.
Der Selbsttest ordnet ihren Körperzustand ein. Liegt sie über dem Idealbereich, rechnet er dir anhand ihres Gewichts aus, wie viel Gramm sie pro Woche verlieren sollte und an welchem Tag du die Menge zum ersten Mal überprüfst.
Streich ihr mit flacher Hand über den Brustkorb, von vorn nach hinten. Was spürst du?
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Wie schnell sie abnehmen soll
In der bisher größten Arbeit dazu wurden übergewichtige Hauskatzen in Tierarztpraxen mehrerer Länder über drei Monate begleitet. Die Software, mit der die Rationen dort angepasst wurden, steuerte einen wöchentlichen Verlust zwischen 0,5 und 2 Prozent des Ausgangsgewichts an. Lag die Rate darunter, wurde die Menge gesenkt, lag sie darüber, wurde sie erhöht.
Erreicht wurde im Mittel 0,8 Prozent je Woche. In Forschungsgruppen liegen die berichteten Raten höher als bei Katzen zu Hause.
Warum die Kurve flacher wird
Das gehört zum normalen Verlauf und lässt sich über die Termine der begleiteten Tiere ablesen. Zwischen den ersten beiden Terminen war die wöchentliche Rate am höchsten, über die folgenden Monate sank sie auf gut die Hälfte. Sie sank, obwohl die Praxen die Futtermenge weiter nach unten anpassten.
Die Autoren nennen dafür zwei mögliche Gründe, den sinkenden Energieverbrauch bei anhaltender Einschränkung und die nachlassende Genauigkeit beim Abmessen über die Monate. Eine Woche ohne Veränderung auf der Waage gehört damit zum Verlauf. Erst mehrere Wochen ohne Bewegung sind ein Grund, die Rechnung noch einmal anzusehen.
Warum schneller schlechter ist
Beim Abnehmen geht umso mehr Muskulatur verloren, je schneller es geht. Gemessen wurde das an Katzen, bei denen Fett und Muskeln getrennt bestimmt wurden. Wie schwer eine Katze zu Beginn war, ändert daran nichts.
Daher hat der Korridor eine Obergrenze. Und eine Katze mit Übergewicht darf nicht hungern: Frisst sie einen Tag nichts oder deutlich weniger, geht der Körper an die Fettreserven und die Leber kann damit überlastet werden. Ruf dann in deiner Tierarztpraxis an.
Wie lange es bei sehr schweren Katzen dauert
Dieselbe Arbeit hat die Katzen nach ihrem Abstand zum Idealgewicht in zwei Gruppen geteilt. Die Grenze liegt bei vierzig Prozent über dem Idealgewicht, also dort, wo die neunstufige Skala der Praxis nach oben aufhört.
Die Tiere über dieser Marke verloren mehr Gewicht und brauchten dafür fast doppelt so lange, im Median 350 Tage. Sie verloren auch mehr Muskulatur, was an ihrem größeren prozentualen Verlust liegt. Das spricht dafür, früh anzufangen.
So planst du den Verlauf
- Ausgangsgewicht mit Datum. Ohne diesen Wert vergleichst du später gegen deine Erinnerung.
- Zielgewicht. Es kommt aus ihrem Körperzustand. Wie du den zu Hause beurteilst, steht auf Übergewicht bei der Katze. Bestätigen lässt du das Zielgewicht beim nächsten Praxistermin.
- Korridor einzeichnen. Trag zwei Linien in dein Blatt ein, 0,5 und 2 Prozent des Ausgangsgewichts je Woche. Dazwischen liegt der Bereich, in dem ein normaler Verlauf läuft.
- Wöchentlich wiegen, am selben Wochentag, zur selben Zeit, den Wert eintragen.
- Nach vier Wochen nachrechnen. Liegt die Kurve außerhalb des Korridors, passt du die Menge an.
Über die drei Monate der Begleitung verloren die Tiere im Mittel gut ein Zehntel ihres Ausgangsgewichts. Danach ging es weiter.
Wenn die Kurve trotz abgemessener Menge stehen bleibt, sieh zuerst nach einer zweiten Futterquelle. Die vier Stellen dafür stehen unter Übergewicht trotz wenig Futter, und bei mehreren Katzen im Haushalt unter Diät im Mehrkatzenhaushalt.
Die Zahlen auf dieser Seite stammen aus zwei Untersuchungen, in denen übergewichtige Katzen beim Abnehmen tierärztlich begleitet wurden; die Einzelheiten stehen unter Wie wir arbeiten.
Was du heute noch tun kannst
- Wieg sie und schreib den Wert mit Datum auf. Das ist der Ausgangswert, gegen den alles Weitere läuft.
- Rechne deinen Korridor aus. Ein halbes Prozent und zwei Prozent ihres Ausgangsgewichts, also des Gewichts, das du heute notierst. Bei 6 Kilogramm sind das 30 und 120 Gramm je Woche.
- Leg einen festen Wiegetag fest und trag ihn in den Kalender. Ein Wert je Woche über drei Monate ergibt die Kurve, an der du den Verlauf abliest.
Häufige Nachfragen
Wie schnell darf eine Katze abnehmen?
Angesteuert werden in Abnehmprogrammen 0,5 bis 2 Prozent des Ausgangsgewichts je Woche. Bei Hauskatzen liegt die erreichte Rate im Mittel bei 0,8 Prozent.
Schneller ist schlechter. In einer Untersuchung, bei der Fett und Muskeln getrennt bestimmt wurden, hing der Verlust an Muskulatur am prozentualen Gewichtsverlust selbst.
Sie hat in vier Wochen nur 100 Gramm verloren. Ist das zu wenig?
Bei einer Katze mit 6 Kilogramm beginnt der angesteuerte Korridor bei 30 Gramm in der Woche, also 120 Gramm in vier Wochen. 100 Gramm liegen knapp darunter; der Mittelwert der begleiteten Verläufe liegt mit rund 190 Gramm deutlich darüber.
Sieh dir also die Menge an. Wenn die Kurve über mehrere Wochen flach bleibt, wieg zuerst nach, was in den Napf geht, und such danach nach einer zweiten Futterquelle.
Die Waage bewegt sich seit zwei Wochen nicht.
Zwei Wochen liegen im Rahmen. Bei den begleiteten Tieren sank die wöchentliche Rate über die Monate auf gut die Hälfte, obwohl die Praxen die Menge weiter nach unten anpassten.
Nach vier Wochen ohne Bewegung wird nachgerechnet: Portionen nachwiegen, Leckerlis einrechnen, im Haushalt nachfragen, wer sonst noch füttert.
Meine Katze ist sehr schwer. Dauert das dann länger?
Ja, deutlich. In derselben Untersuchung brauchten die schwersten Tiere im Median 350 Tage, fast doppelt so lange wie die übrigen.
Sie verloren dabei auch mehr Muskulatur, weil ihr prozentualer Verlust größer war. Beides spricht dafür, früh anzufangen.
Kann ich einfach das Futter halbieren?
Damit fällt die Rate über den Korridor hinaus, während der Anteil verlorener Muskulatur mit dem prozentualen Gewichtsverlust steigt. Bei einer Katze belastet längeres Hungern zusätzlich die Leber.
Belegt ist ein anderer Weg: Die Menge wird abgemessen und auf das Zielgewicht gerechnet. Einmal in der Woche steht die Katze auf der Waage.
Wie lange muss ich das durchhalten?
Die Begleitung lief über drei Monate. Die Tiere verloren in dieser Zeit im Mittel gut ein Zehntel ihres Ausgangsgewichts. Danach ging es weiter.
Plan deshalb in Monaten und leg einen festen Wiegetag fest. Auf dem Blatt siehst du den Verlauf auch dann, wenn eine einzelne Woche nichts hergibt.
Wenn es bei euch anders aussieht
Was in den nächsten vier Wochen ansteht
Der kostenlose Selbsttest ordnet ihren Körperzustand ein. Liegt sie über dem Idealbereich, rechnet er dir ihren Korridor in Gramm und den Tag der ersten Kontrolle aus.
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