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Welcher Kratzbaum hilft gegen zerkratzte Möbel

Zum kostenlosen Selbsttestetwa 6 Minuten

Zähl zuerst, wie viele Kratzflächen bei euch schon stehen. Kauf danach. Die Anzahl macht von allen untersuchten Merkmalen den größten Unterschied. Am einzelnen Baum zählen dann drei Dinge: eine Kratzsäule, die länger ist als deine gestreckte Katze und damit über 90 Zentimeter hinausgeht, ein Sisalbezug bis neun Jahre und Teppich ab zehn, und eine Bauform mit mindestens einer Liegefläche. Rechne aber damit, dass der Kauf allein nicht reicht: In sieben von zehn Haushalten mit zerkratzten Möbeln stand der Kratzbaum schon im selben Raum wie das Möbelstück.

Auf den meisten Kartons steht die Gesamthöhe des Möbelstücks. Wie lang die Kratzsäule bis zur ersten Plattform ist, musst du meist selbst nachmessen. Sie entscheidet, ob deine Katze sich daran strecken kann.

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Der Selbsttest sortiert, woran das Kratzen an euren Möbeln am ehesten liegt: was an Kratzflächen dasteht, woran deine Katze tatsächlich arbeitet und wie du bisher darauf reagiert hast. Heraus kommt eine Rangfolge der Maßnahmen für euren Fall.

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Auf dieser Seite: 13 Abschnitte
  1. Was am Kratzbaum tatsächlich gemessen ist
  2. Die Zahl kommt vor dem Modell
  3. Die Höhe hängt an deiner Katze
  4. Sisal, Teppich, Pappe oder Holz
  5. Senkrecht, waagerecht oder beides
  6. Liegeebene, Säule, Wandbrett
  7. Standfest und breit genug: hier hört die Datenlage auf
  8. Für ein Kitten
  9. Wenn mehrere Katzen im Haushalt leben
  10. Was neben dem Baum entscheidet
  11. Nach dem Kauf: zwei Wochen zählen
  12. Der Zettel für den Einkauf
  13. Häufige Nachfragen

Was am Kratzbaum tatsächlich gemessen ist

Nimm den Zollstock mit in den Laden. Vier Merkmale sind untersucht, und alle vier lassen sich auf dem Karton ablesen oder mit zwei Handgriffen nachmessen: die Anzahl der Kratzflächen im Haushalt, die Höhe der einzelnen Fläche, das Material des Bezugs und die Bauform.

Zwei weitere stehen in den Empfehlungen weit vorn und sind nicht untersucht: die Standfestigkeit und die Breite der Basis. Verglichen wurden dabei Eigenschaften, keine einzelnen Produkte; was ein Karton sonst verspricht, also Verarbeitung, Haltbarkeit des Seils oder Verleimung, ist nicht untersucht.

Die Zahl kommt vor dem Modell

Kauf so viele Flächen wie Räume, in denen sie sich tagsüber aufhält, mindestens aber zwei mehr als heute, bevor du einen großen Baum mit vier Ebenen ins Wohnzimmer stellst. Zwei einfache Säulen für zwei Räume kosten zusammen weniger und decken zwei Aufenthaltsorte ab. Von allen untersuchten Merkmalen wirkt sich die Anzahl am stärksten aus: Wo mehr als zehn Kratzflächen stehen, wird nur etwa halb so oft über zerkratzte Möbel berichtet wie dort, wo es höchstens sieben sind; wie stark schon wenige mehr wirken, ist nicht eigens gemessen.

Sieben Kratzflächen im Haushalt gegen elf. In der größten Erhebung dazu berichteten 60,2 Prozent der Haushalte mit bis zu sieben unerwünschtes Kratzen und 32,4 Prozent derer mit mehr als zehn. Unter allen untersuchten Merkmalen ist das der deutlichste Unterschied.

In den meisten Wohnungen steht genau ein Kratzobjekt. Der zweite Baum ist damit die Anschaffung mit dem größten Gewicht im ganzen Thema.

Verteilt gehören die Flächen dorthin, wo sie tagsüber tatsächlich liegt, schläft und durchgeht. Ein Zimmer, in das sie selten kommt, braucht keines.

Die Höhe hängt an deiner Katze

Miss deine Katze, bevor du ein Modell aussuchst. Warte, bis sie sich am Sofa oder an der Wand in voller Länge streckt, und miss vom Boden bis zu ihren Vorderpfoten. Über diesem Maß muss die Kratzsäule enden, damit sie oben noch Faser findet. Als Faustzahl beginnt der Vorteil bei etwa 90 Zentimetern, während die Hälfte der nachgemessenen Bäume unter 62 Zentimetern bleibt.

Links die Höhe, unter der die Hälfte der nachgemessenen Bäume bleibt. Rechts die, ab der Halter seltener von zerkratzten Möbeln berichten. Der Unterschied ist, ob deine Katze sich in voller Länge strecken kann.

Gemeint ist dabei die Höhe der Kratzfläche, nicht die des Möbelstücks. Ein Baum von 1,40 Metern, dessen Sisalsäule nach 45 Zentimetern in eine Plattform übergeht, bietet eine Kratzfläche von 45 Zentimetern. Miss deshalb im Laden die Säule bis zur ersten Plattform; die Gesamthöhe auf dem Karton sagt darüber nichts.

Sisal, Teppich, Pappe oder Holz

Nimm Sisal, solange deine Katze unter zehn ist. Es steht in ihrer Gunst vorn, vor Teppich und Pappe. Wo das Lieblingsbrett aus Sisal bestand, meldeten die Halter am seltensten Schäden an Möbeln; Holz schneidet am schlechtesten ab.

Im Laden liegt es umgekehrt: Teppich ist das meistverkaufte Material, Sisalseil die Ausnahme. Wenn im Regal nur Plüsch steht, lohnt der Blick in einen zweiten Laden. Wohnt ihr auf Teppichboden, kommt ein Grund dazu, den Bezug anders zu wählen: Ein bespannter Baum unterscheidet sich für die Katze kaum vom Boden, auf dem er steht.

Ab zehn Jahren dreht sich die Vorliebe um: Dann steht Teppich vor Sisal, und ein niedriges, standfestes Brett ohne Sprung hinauf passt besser als ein Turm mit drei Ebenen. Was sich ab zehn sonst ändert, und warum eine ältere Katze, die weniger kratzt als früher, in die Tierarztpraxis gehört, steht unter Ab zehn Jahren.

Senkrecht, waagerecht oder beides

Kauf die aufrechte Fläche zuerst, denn zerkratzt wird überwiegend senkrecht. Von allen Kratzmöbeln wird der stehende Baum häufiger benutzt als die flache Matte, und auch dort, wo erwachsene Katzen wählen durften, lag er vor dem Pappkarton am Boden.

Ob dazu eine liegende Fläche gehört, sagt dir deine Katze: Gibt es eine aufgeraute Stelle im Teppichboden, kommt dort zusätzlich etwas Flaches hin.

Sieh dir vorher an, woran sie freiwillig arbeitet: Klettertürme, Kartons und zweckentfremdete Dinge aus dem Haushalt wurden in einer kleinen Untersuchung noch häufiger benutzt als der gekaufte Baum. Das sagt dir Material und Ausrichtung, bevor du Geld ausgibst.

Liegeebene, Säule, Wandbrett

Nimm eine Bauform mit mindestens einer Liegefläche und lass die Bretter zum Anschrauben im Regal. Bei der Bauform liegen diese beiden am weitesten auseinander: Der Baum mit Liegefläche steht vorn, das an die Wand gehängte Brett ganz hinten.

Ob das Wandbrett die Schäden verursacht oder erst wegen der Schäden angebracht wurde, lässt sich aus den Zahlen nicht lesen. Für den Kauf reicht es trotzdem: Ein standfester Baum mit Liegefläche, an der Wand entlang aufgestellt, kostet nicht mehr als ein Wandbrett und deckt beides ab.

Standfest und breit genug: hier hört die Datenlage auf

Ein Brett, das beim Ziehen wackelt, wird gemieden. Dieser Satz steht in den Empfehlungen weit vorn, untersucht ist er nicht. Die Zugprobe bleibt trotzdem der erste Handgriff im Laden, weil sie zwei Sekunden dauert: mit einer Hand auf Kratzhöhe kräftig ziehen, während der Baum frei steht.

Für die Basisbreite gibt es keine belastbare Mindestzahl. Die verbreitete Empfehlung von 30 bis 90 Zentimetern Grundfläche stammt aus derselben Untersuchung, in der überwiegend die schmaleren Bretter benutzt wurden.

Über die Standfestigkeit entscheidest du also im Laden mit der Hand; die Basisbreite zählt nur, soweit sie den Baum standfest macht. Ein schmaler Baum in einer Ecke kann standfester sein als ein breiter mitten im Raum.

Für ein Kitten

Leg einen S-förmigen Pappkratzer dazu. Bei Kitten unter acht Wochen, die wählen durften, lag diese Form vor rechteckigen und bootförmigen Varianten.

Die Säule kaufst du trotzdem in der Länge für die erwachsene Katze, denn die 90 Zentimeter stammen aus Daten erwachsener Tiere, und aus einem Kitten wird binnen eines Jahres eines.

Rechne nicht damit, dass sich das Kratzen von selbst auswächst: Zwischen vier und zwölf Monaten wurden nicht weniger Schäden gemeldet als bei erwachsenen Tieren.

Wenn mehrere Katzen im Haushalt leben

Kauf bei zwei Katzen zwei kleinere Bäume für verschiedene Räume. Stell sie so auf, dass keine Katze an der anderen vorbeimuss, um an ihre Fläche zu kommen.

Die Fachempfehlung lautet: eine Kratzfläche im Bereich jeder Katze. Wie viele Katzen im Haushalt leben, hing mit dem Kratzen an Möbeln dagegen nicht zusammen.

Was neben dem Baum entscheidet

Drei Dinge entscheiden neben dem Baum darüber, ob das Möbelstück in Ruhe bleibt. Keines davon liegt im Laden.

Wie du bisher reagiert hast. Schimpfen, Wasser, Wegtragen, die Katze an das Brett tragen: Keine dieser Reaktionen senkte das Kratzen am Möbelstück, und wo Halter schimpften oder dazwischengingen, wurden sogar mehr Schäden gemeldet. Damit aufzuhören kostet nichts und geht ab heute; mehr dazu unter Schimpfen, Wegscheuchen, Wasser.

Ob sie das Brett überhaupt benutzt. Etwa jede dritte Katze, die viel an Möbeln kratzt, rührt ihr Brett gar nicht an. Bleibt es unbenutzt, hilft das nächste Modell wenig; dann geht es darum, die Fläche für sie interessant zu machen und sie zu belohnen, sobald sie daran kratzt.

Ob sie an einer Stelle kratzt oder an vielen. Kratzt sie an vielen verschiedenen Stellen in der Wohnung, kommt die Ausstattung an zweite Stelle; zuerst gehört geprüft, was sie gerade belastet und ob ein Zeichen dabei ist, das in die Tierarztpraxis gehört. Welche das sind, steht unter Wenn sie an vielen Stellen kratzt.

Die ersten beiden, deine Reaktion und der Blick darauf, ob sie das Brett benutzt, kosten kein Geld.

Nach dem Kauf: zwei Wochen zählen

Führ nach dem Kauf zwei Wochen lang eine Strichliste an Baum und Möbelstück. Daran liest du ab, was sich verändert hat, und zwar zuverlässiger als am Eindruck: In einer Untersuchung berichteten zwei von drei Haltern weniger Kratzen, obwohl ihr Gerät gar keinen Wirkstoff abgab.

Hat der Baum nach zwei Wochen Striche bekommen und das Möbelstück keine neuen Spuren, bleib dabei. Bleibt der Baum unberührt, geh die fünf Prüfpunkte unter Kratzbaum wird nicht angenommen durch. Benutzt sie ihn und kratzt trotzdem weiter am Möbelstück, stell eine zweite Fläche in einen anderen Raum.

Der Zettel für den Einkauf

Die Zahlen auf dieser Seite stammen aus Befragungen von Katzenhaltern, aus zwei Versuchen, in denen erwachsene Katzen und Kitten zwischen verschiedenen Kratzflächen wählen konnten, und aus einer Studie zu einem Duftverdampfer; die Einzelheiten stehen unter Wie wir arbeiten.

Was du heute noch tun kannst

  1. Miss deine Katze, bevor du ein Modell aussuchst. Vom Boden bis zu den Vorderpfoten, während sie sich streckt. Über diesem Maß muss die Kratzsäule enden.
  2. Zähl, was schon dasteht. Zwei einfache Säulen in zwei Räumen schlagen einen großen Baum im Wohnzimmer.
  3. Sieh nach, woran sie freiwillig arbeitet. Fußmatte, Karton, Teppichkante. Das sagt dir Material und Ausrichtung, bevor du Geld ausgibst.

Häufige Nachfragen

Welcher Kratzbaum ist der richtige für ein Kitten?

Ein S-förmiger Pappkratzer für jetzt und eine Säule für später. Bei Kitten unter acht Wochen, die wählen durften, lag die S-Form vor rechteckigen und bootförmigen Varianten. Katzenminze und Katzenminzenöl blieben in dieser Altersgruppe ohne Wirkung.

Die Säule bemisst du nach der erwachsenen Katze, denn die Höhenschwelle von 90 Zentimetern stammt aus Daten erwachsener Tiere. Aus einem Kitten wird binnen eines Jahres eines. Zusammen sind das außerdem zwei Kratzflächen.

Welcher Kratzbaum für eine alte Katze?

Ein niedriges, standfestes Brett mit Teppichfläche, ohne Sprung hinauf. Ab zehn Jahren steht Teppich vor Sisal, und einfache senkrechte Bretter werden mehrstöckigen Bäumen vorgezogen.

Wenn sie insgesamt weniger kratzt als früher, ruf in deiner Tierarztpraxis an. Kratzschäden werden mit steigendem Alter seltener; Gelenkbeschwerden sind die naheliegende Erklärung dafür, gemessen ist sie nicht. Mehr dazu unter Ab zehn Jahren.

Wie hoch muss ein Kratzbaum sein?

Höher als deine Katze lang ist, wenn sie sich streckt. Als Faustzahl beginnt der Vorteil bei etwa 90 Zentimetern, während die Hälfte der nachgemessenen Bäume unter 62 Zentimetern bleibt.

Gemeint ist die Länge der Kratzfläche, nicht die Gesamthöhe. Miss im Laden die Säule bis zur ersten Plattform und vergleich sie mit dem Maß deiner gestreckten Katze.

Reicht ein großer Baum oder brauche ich mehrere?

Mehrere. Zwei schlichte Säulen in zwei Räumen kosten zusammen weniger als ein Baum mit vier Ebenen. Ein einzelnes Möbelstück deckt einen Raum ab, egal wie groß es ist.

Die Anzahl ist das Merkmal, das sich am stärksten auswirkt. Verteilt gehören die Flächen dorthin, wo sie tagsüber liegt und wo sie durchgeht.

Ich habe einen guten Kratzbaum und sie kratzt trotzdem am Sofa.

Das kommt häufig vor: In sieben von zehn Haushalten mit zerkratzten Möbeln stand längst ein Brett im selben Raum wie das Möbelstück. Wie oft es benutzt wurde, hing mit dem Kratzen am Möbelstück nicht zusammen.

Dann geht es nicht mehr um das nächste Modell. Sieh dir an, wie du bisher auf das Kratzen reagiert hast, ob sie das Brett überhaupt benutzt und ob sie an einer Stelle kratzt oder an vielen. Zwei davon kannst du heute ändern, ohne etwas zu kaufen.

Sisal oder Teppich als Bezug?

Sisal bis neun Jahre, Teppich ab zehn. Bis dahin steht Sisal in der Gunst der Tiere vor Teppich. Am Lieblingsbrett geht es mit den wenigsten Schäden an Möbeln einher.

Verkauft wird trotzdem überwiegend Teppich. Liegt bei euch Teppichboden, spricht ein weiterer Grund für Sisal oder Pappe: Die neue Fläche soll sich vom Boden unterscheiden.

Wenn es bei euch anders aussieht

Womit du bei euch anfängst

Sechs Minuten, ohne Anmeldung. Der kostenlose Selbsttest fragt eure Kratzflächen ab, dazu was deine Katze tatsächlich tut und wie du bisher auf das Kratzen reagiert hast. Heraus kommt eine Rangfolge der Maßnahmen für euren Fall: womit du anfängst, was danach kommt und was du dir sparen kannst.

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