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Die neue Katze miaut nachts

Zuerst das Wichtigste

Einen Tag nichts gefressen oder abgesetzt: in der Praxis anrufen

Was in den ersten Tagen nicht warten kann: Wenn sie seit mehr als einem Tag nichts frisst, seit mehr als einem Tag weder Urin noch Kot absetzt oder sich auch nach der ersten Woche noch mehr als die Hälfte der Zeit versteckt, ruf deine Tierarztpraxis an. Bei einer Katze, die gerade eingezogen ist, sind das die Zeichen, die vor allem anderen kommen. In den ersten Tagen gehört Verstecken dazu; die Woche ist ein Richtwert, gemessen ist sie nicht.

Und wenn sie sieben Jahre oder älter ist: Mach einen Termin und frag nach T4 und Blutdruck. Anhaltendes nächtliches Rufen hat bei einer älteren Katze häufig eine körperliche Ursache, die sich messen lässt: Schilddrüsenüberfunktion ab acht Jahren, dauerhaft erhöhter Blutdruck ab zehn. Beides ist in wenigen Minuten abzuklären.

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In den ersten Nächten erkundet eine neue Katze die Wohnung, wenn niemand im Weg ist, und ruft dabei. Das gehört zum Ankommen. Hält es nach den ersten Wochen an oder klingt es von Anfang an lang und tief, lautet die Frage, was sie wach hält: der Tagesablauf, eine zweite Katze im Haus oder bei einer älteren Katze der Körper.

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Die ersten Nächte

Wann eine Katze wach ist: einmal vor Sonnenaufgang, einmal am frühen Abend. Die grauen Streifen sind die Stunden, in denen du schläfst. Die Morgenspitze gehört zur Art und geht nicht weg.

In den ersten Nächten kommen mehrere Dinge zusammen, die von allein wieder verschwinden. Die Wohnung ist unbekannt und wird erkundet, wenn niemand im Weg ist; ihr bisheriger Tagesrhythmus passt noch nicht zu deinem. Und Katzen sind ohnehin dämmerungsaktiv, mit einer Aktivitätsspitze am frühen Morgen, die zur Art gehört (Was an der Nacht zur Art gehört).

Was in dieser Lage hilft, ist der Rhythmus: eine Spieleinheit am späten Abend, danach die letzte Mahlzeit. Die Reihenfolge zählt: erst die Jagd, dann die Beute, dann die Ruhe.

Füttere nachts nicht, auch wenn sie ruft. Rufen, das Futter bringt, kann sich festsetzen und über die Eingewöhnung hinaus bleiben. Stehst du in manchen Nächten auf und in anderen nicht, lernt sie, länger zu rufen (Wenn du nachts aufstehst).

Wenn schon eine Katze bei euch lebt

Fauchen und Starren gehören in den ersten Wochen zwischen zwei Katzen fast dazu: Sieben von zehn Mehrkatzenhaushalten hören Fauchen mindestens gelegentlich, fast jeder zweite sieht täglich Starren. Jaulen und Schreien hören dagegen zwei Drittel nie.

Fauchen ist in den ersten Wochen zu erwarten. Anhaltendes Jaulen oder Schreien ist es nicht und gehört ernst genommen: Es zählt zu den Zeichen für Spannung zwischen Katzen, ebenso wie gestörter Schlaf und veränderte Schlafplätze.

Zwei Ausnahmen: wann Ignorieren falsch ist

Bei älteren Katzen. Nächtliches Rufen kann ab etwa zehn Jahren auch eine kognitive Ursache haben. Ein Tier, das die Orientierung verloren hat, braucht Ansprache, wenn es ruft. Körperlich abgeklärt gehört das Rufen schon ab sieben Jahren. Der Kasten oben nennt die zwei häufigsten messbaren Befunde; welche Werte sonst in den Termin gehören, steht unter Ab sieben Jahren zuerst der Körper.

Bei zwei Katzen. Dann kann das Rufen von Spannung zwischen den beiden kommen; daran ändert Ignorieren nichts, also lautet die Frage, was nachts passiert, wenn niemand zusieht. Notier bei jeder Nacht dazu, ob die andere Katze ebenfalls wach war und wo jede von beiden am Tag danach gelegen hat.

Was du heute noch tun kannst

  1. Dreh die Reihenfolge um: erst spielen, dann füttern, beides am späten Abend.
  2. Schreib die Uhrzeit auf, zu der es losgeht. Drei Nächte genügen, um zu sehen, ob es immer dieselbe ist. Ist sie fest, deutet das auf den Rhythmus: Bleib bei Spiel und später Mahlzeit. Wechselt sie, deutet das eher auf Gelerntes: Reagier jede Nacht gleich, wenn sie ruft. Kommt eines der Zeichen aus dem Kasten oben dazu, ruf deine Tierarztpraxis an.
  3. Steh nicht auf, um zu füttern. Ist sie älter als zehn, gilt das nicht: Sprich sie an, wenn sie ruft. Ab sieben Jahren mach außerdem einen Termin.

Häufige Nachfragen

Sie läuft dabei durch die Wohnung und ruft.

Bei einer jungen Katze in den ersten Nächten ist das Erkundung. Sie ruft dabei vermutlich, weil sie in der fremden Wohnung niemanden findet; meist wird das in den ersten Tagen weniger.

Bei einer Katze ab sieben Jahren ist dieselbe Beschreibung (ziellos umherlaufen und dabei rufen, oft an derselben Stelle und zur selben Zeit) ein Anlass für einen Termin. Ist sie über zehn, sprich sie außerdem an, wenn sie ruft.

Wir haben schon eine Katze. Sie fauchen sich an.

Fauchen hören sieben von zehn Mehrkatzenhaushalten mindestens gelegentlich; häufiger noch sind Starren, Verfolgen und Ausweichen.

Zähl deshalb, wie oft es vorkommt, und sieh dir die übrigen Zeichen dazu an: Starren, Verfolgen, Anpirschen, Ausweichen. Mindestens eines davon sieht fast jeder Mehrkatzenhaushalt; es ist die Häufung, die etwas bedeutet.

Hilft es, sie nachts ins Schlafzimmer zu lassen?

Dazu gibt es keine Untersuchung; die Antwort hängt davon ab, womit du schlafen kannst. Was sich sagen lässt: Eine Tür, an der gekratzt und gerufen wird, ist unruhiger als eine offene.

Wenn du sie hereinlässt, dann von Anfang an. Aus vierzig Minuten Rufen mit anschließendem Hereinlassen wird eine Gewohnheit.

Wenn es bei euch anders aussieht

Wenn es nach den ersten Nächten bleibt

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