Ein Kitten an die Katzentoilette gewöhnen
Presst und es kommt kaum Urin: jetzt die Praxis anrufen
Wenn deine Katze immer wieder aufs Klo geht und kaum oder gar nichts kommt, wenn sie presst oder dabei Laute macht, ruf jetzt deine Tierarztpraxis an. Bei Katern kann eine verstopfte Harnröhre innerhalb von ein bis zwei Tagen lebensbedrohlich werden.
Das meiste daran musst du nicht beibringen. Mit etwa sieben Wochen können Kitten alles, was sie für die Katzentoilette brauchen. Wenn eines bei dir einzieht, steuerst du die Kiste: Größe, Einstiegshöhe und Standort.
Ein Klo mit hohem Rand ist für ein Kitten oft die erste Hürde: Es steht davor und kommt nicht hinein.
Wenn schon etwas danebengegangen ist, ordnet der Selbsttest ein, woran es am ehesten liegt. Er beginnt mit den Zeichen, bei denen eine Praxis heute noch anrufen sollte.
Was findest du außerhalb des Klos?
Ohne Anmeldung. Das Ergebnis siehst du sofort, ohne deine E-Mail-Adresse anzugeben.
Was von allein kommt
Kitten durchlaufen das in den ersten Wochen von allein:
- Etwa vier Wochen: Kitten lernen das willentliche Ausscheiden.
- Drei bis fünf Wochen: Sie beginnen, Streusubstrate zu erkunden. Dabei legen sie sich auch in offene Kisten.
- Fünf bis sieben Wochen: Sie setzen in der Katzentoilette ab. Ob sie dabei zuscharren, ist zu diesem Zeitpunkt noch offen.
- Etwa sieben Wochen: Das Zuscharren beginnt. Es ist angeborenes Verhalten, kein erlerntes.
Ein Kitten, das mit zwölf Wochen oder später bei dir einzieht, hat all das hinter sich. Es braucht eine Kiste, die es benutzen kann.
Manche Katzen decken ihren Urin und Kot zeitlebens nicht zu. Das ist normal.
Die Kiste, in dieser Reihenfolge
Erstens der Einstieg. Der wichtigste Unterschied zu einer erwachsenen Katze ist der Einstieg: Es muss hineinkommen. Eine Seite mit niedrigem Rand oder eine flache Übergangskiste löst die meisten Fälle, in denen ein Kitten daneben macht.
Zweitens die Größe, mitwachsend. Die Fachleitlinie zur Unsauberkeit empfiehlt eine rechteckige Kiste, die mindestens anderthalbmal so lang ist wie die Katze von der Nase bis zum Schwanzansatz. Bei einem Kitten ist das wenig, bei der erwachsenen Katze viel: Misst sie 46 Zentimeter, sind es 69 Zentimeter. In einer Untersuchung bevorzugten erwachsene Katzen eine Wanne von 86 mal 39 Zentimetern gegenüber einer kleineren. Die meisten im Zoohandel angebotenen Kisten liegen darunter.
Kauf die große Wanne deshalb gleich und mach den Einstieg niedrig, statt zweimal zu kaufen. Mörtelwannen aus dem Baumarkt sind die übliche Lösung.
Drittens der Standort. Katzen scheiden bevorzugt an ruhigen Stellen am Rand ihres Kerngebiets ab, getrennt von den Orten, an denen sie fressen und schlafen. In den ersten Wochen sollte der Weg dorthin kurz sein.
Wenn es trotzdem danebengeht
Dann lohnt der Blick auf das Tier vor der Erziehung. Bei etwa vier von zehn Katzen, die neben das Klo machen, steckt eine Erkrankung dahinter. Die Zahl stammt von erwachsenen Katzen. Bei Kitten sind Durchfall, Würmer und Blasenentzündungen ebenfalls nicht selten. Alle drei ändern, wo und wie ein Tier absetzt.
Was du dagegen sicher nicht tun solltest, ist strafen. Ein Kitten, das für eine Pfütze getadelt wird, lernt, in deiner Gegenwart nichts abzusetzen. Wo die Kiste steht, lernt es dabei nicht.
Was du heute noch tun kannst
- Prüf den Einstieg. Stell dich daneben und sieh zu, wie es hineinkommt. Wenn es klettern muss, schneid eine Seite tiefer aus oder stell übergangsweise eine flache Kiste daneben.
- Miss es einmal von der Nase bis zum Schwanzansatz und schreib das Datum dazu. In drei Monaten misst du wieder. Dann weißt du, ob die Kiste noch passt. Ist sie kürzer als anderthalb Körperlängen, stell die große Wanne mit niedrigem Einstieg hin. Geht es trotz passender Kiste daneben, lass das Kitten zuerst in der Praxis ansehen.
- Stell eine zweite Kiste dorthin, wo es sich die meiste Zeit aufhält, an eine andere Stelle als die erste. In den ersten Wochen kennt es den Weg durch die Wohnung noch nicht; ein kurzer Weg ist dann wichtiger als die perfekte Stelle.
Häufige Nachfragen
Es scharrt nicht zu. Muss ich das beibringen?
Nein. Zuscharren ist angeborenes Verhalten und beginnt meist mit etwa sieben Wochen. Manche Katzen lassen ihren Urin und Kot zeitlebens offen liegen, ohne dass etwas fehlt.
Wenn ein Tier vorher gescharrt hat und jetzt aufhört, ist das etwas anderes. Dann lohnt der Blick auf die Streu und auf die Pfoten.
Welche Streu für ein Kitten?
Am wichtigsten ist zunächst dieselbe wie beim Vorbesitzer oder im Tierheim. Frag danach und nimm eine Handvoll aus der alten Kiste mit; daran erkennt es die neue Kiste sofort wieder.
Katzen bevorzugen weiche, feinkörnige Substrate. Wechseln solltest du erst, wenn sich das Tier eingelebt hat. Dann schrittweise, indem du die neue Streu unter die alte mischst.
Wie viele Kisten braucht ein einzelnes Kitten?
Die geläufige Empfehlung lautet eine pro Katze plus eine, für ein einzelnes Tier also zwei. In den ersten Wochen spricht die kurze Wegstrecke zusätzlich dafür.
Wichtiger als die Zahl ist, dass die Kisten an verschiedenen Stellen stehen. Zwei Kisten nebeneinander zählen als eine, weil ein Tier, das die Stelle meidet, damit beide meidet.
Wenn es bei euch anders aussieht
Wenn es über Wochen danebengeht
Der kostenlose Selbsttest geht die Kiste, die Streu, den Standort und die körperlichen Ursachen der Reihe nach durch.
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